Auf der gamescom in Köln hatten Fans von World of Warcraft die Gelegenheit, einigen der besten Gilden Europas live auf der Bühne beim Kampf gegen den Lichkönig zuzusehen.
Wir haben die Gelegenheit genutzt und während des Events mit Mitgliedern der bekannten deutschen Gilde „For the Horde“ über ihre Erfahrungen als erfolgreiche Raider und ihre Gedanken zur Zukunft von World of Warcraft gesprochen.
Bei einem neuen Boss versuchen wir als erstes, einfach so lange wie möglich zu überleben und so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Als nächstes geht es darum, die verschiedenen Fähigkeiten des Bosses Schritt für Schritt zu meistern – das machen wir bis der Boss geschlagen ist und unser Zusammenspiel perfekt ist. Einige von uns schreiben auch kleine UI-Mods, um die Bossfähigkeiten zu timen oder Raid Icons zu setzen. Die Reparaturkosten bei solchen Begegnungen sind verschieden, aber die ersten Begegnungen mit einem neuen Boss können teuer werden. In unserer ersten Ulduar-Woche haben wir zum Beispiel 80.000 Gold aus unserer Gildenbank für Reparaturen ausgegeben.
Solche „Progressphasen“ sind gleichzeitig spannend und anstrengend für uns. In einem kurzen Zeitraum verwenden wir viele Stunden am Tag darauf, unsere Taktiken zu verbessern. Der Wettkampf zwischen Gilden aus aller Welt ist uns sehr wichtig und wir freuen uns über jeden ersten Kill, den wir bekommen, aber wir freuen uns auch für andere Gilden und deren Erfolge. Besonders schwierige Bosse können schon mal euphorisch gefeiert werden – so sehr, dass schon Nachbarn an unsere Türen geklopft haben um zu sehen, was gerade passiert.
Wir freuen uns sehr über das neue Gildensystem, das Gilden viele nützliche Funktionen bietet und sie beim raiden unterstützt. Wir sind gespannt darauf, wie Blizzard sicherstellen wird, dass sowohl 10-Spieler als auch 25-Spieler gleichwertig sind, sowohl im Schwierigkeitsgrad als auch bei der Lootverteilung. Wir freuen uns auch über Blizzards Bemühungen, den „Bring the player not the class“-Ansatz weiter zu verfolgen, zum Beispiel durch eine bessere Verteilung von Buffs zwischen den Klassen.
Viele könnten jetzt erwarten jetzt sicherlich, dass wir Ragnaros nennen oder andere großartige Firstkills. Aber nach all der Zeit haben wir festgestellt, dass uns der gemeinsame Spaß und die zwischenmenschlichen Beziehungen im Spiel am wichtigsten sind.